Ein Carport ist schnell bestellt und lange bereut, wenn das Auto am Ende knapp hineinpasst oder die Fahrertür an einen Pfosten stößt. Die meisten Fehler entstehen nicht beim Material, sondern bei der Planung. Diese Fragen sollten Sie beantworten, bevor Sie Angebote vergleichen.
Fünf Fragen vor dem ersten Angebot
- Welche Fahrzeuge sollen darunter stehen? Maßgeblich ist nicht nur das heutige Auto. Ein späterer Transporter, ein Wohnmobil oder eine Dachbox verlangen mehr Durchfahrtshöhe. Rechnen Sie außerdem Platz zum Öffnen der Türen und zum Ausladen ein.
- Am Haus oder frei stehend? Ein Carport als Anbau an die Hauswand nutzt die Fassade als Rückseite, und der Weg zur Haustür bleibt trocken. Ein freistehender Carport ist bei der Platzwahl unabhängiger, braucht aber auf allen Seiten eigene Stützen.
- Wohin läuft das Wasser? Die Dachfläche sammelt bei Starkregen erhebliche Mengen. Klären Sie, ob das Wasser über Rinne und Fallrohr in die Kanalisation oder in eine Versickerung geleitet wird und ob Ihre Gemeinde dafür Vorgaben macht.
- Was trägt der Boden? Jede Stütze braucht ein eigenes Fundament. Eine gepflasterte Einfahrt ersetzt es nicht.
- Ist eine Genehmigung nötig? Ob ein Carport verfahrensfrei ist, regelt die Landesbauordnung, und die Grenzen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Auch ein verfahrensfreier Carport muss den Bebauungsplan und die Abstandsregeln einhalten. Eine kurze Anfrage beim Bauamt erspart später Ärger. Soll an der Grundstücksgrenze gebaut werden, lohnt sich zudem ein frühes Gespräch mit den Nachbarn.
Warum Aluminium?
Holz wirkt natürlich, muss aber regelmäßig gestrichen oder lasiert werden. Stahl ist sehr tragfähig, braucht jedoch einen dauerhaften Korrosionsschutz. Aluminium rostet nicht, ist vergleichsweise leicht und kommt mit wenig Pflege aus. Gelegentliches Abwischen genügt meist. Die Optik ist eher modern und geradlinig, was zu einem Neubau oft besser passt als zu einem Fachwerkhaus.
Aluminium-Carports von Aluschutz zum Beispiel gibt es frei stehend und als Anbau an die Hauswand. Die Berater des Herstellers helfen, Statik und Größe passend zum Grundstück zu berechnen, und auf Wunsch wird der Carport mit LED-Beleuchtung ausgestattet.
Was ein Carport nicht leistet
Ein Carport schützt das Auto vor Regen, Schnee, Hagel und Laub, ersetzt aber keine Garage. Die Seiten bleiben in der Regel offen. Bei starkem Wind erreicht schräger Regen das Fahrzeug trotzdem, und abschließen lässt sich nichts. Wer Fahrräder, Reifen oder Gartengeräte sicher unterbringen möchte, sollte einen Abstellraum oder eine geschlossene Seitenwand gleich mit einplanen. Nachträglich ist das oft schwieriger, weil Fundament und Statik dann neu bewertet werden müssen.
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