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Das Grauen von ES – Zusammenfassung und Einordnung

Das Grauen von ES – Zusammenfassung und Einordnung

In der Kleinstadt Derry scheint das Böse unsichtbar im Alltag verwurzelt. Der Film „ES“ nimmt dich mit auf eine Reise in die dunkelsten Ängste der Kindheit und verwebt dabei gekonnt Realität mit alptraumhafter Fantasie. Während ein unheimlicher Clown immer wieder Kinder verschwinden lässt, macht sich eine Gruppe junger Freunde daran, dem Geheimnis hinter diesen Ereignissen auf den Grund zu gehen.

Die besondere Atmosphäre entsteht nicht nur durch den grausamen Antagonisten Pennywise, sondern auch durch die tiefe Verbundenheit des „Klubs der Verlierer“. Mut, Freundschaft und psychologischer Horror verschmelzen hier zu einem eindringlichen Erlebnis, das weit mehr als klassischen Grusel bietet. In dieser Zusammenfassung erfährst du, wie „ES“ das Grauen neu definiert – und warum diese Geschichte bis heute fasziniert.

Handlung: Die Suche der Freunde nach dem Bösen in Derry

In Derry, einer scheinbar idyllischen Kleinstadt in Maine, verschwinden immer wieder Kinder auf mysteriöse Weise. Nachdem der kleine Georgie Denbrough unter unheimlichen Umständen verloren geht, kann sein älterer Bruder Bill nicht an ein zufälliges Unglück glauben. Angetrieben von Hoffnung und Schuld beginnt er mit seinen Freunden – allesamt Außenseiter –, nach Antworten im Verborgenen zu suchen. Gemeinsam merken sie schnell: Das Böse lauert näher, als es zunächst scheint.

Während die jungen Freunde tiefer graben, stoßen sie auf beunruhigende Hinweise zur Geschichte ihrer Stadt. Insbesondere Ben, der sich für lokale Sagen interessiert, entdeckt eine düstere Wiederkehr von Tragödien alle 27 Jahre. Dabei werden die Jugendlichen selbst zu Zielscheiben eines grausamen Wesens, das ihre schlimmsten Ängste gegen sie verwendet – der Clown Pennywise. Ihre Suche nach der Wahrheit führt sie durch verlassene Häuser, tiefe Abwasserkanäle und konfrontiert sie immer wieder mit ihren eigenen Grenzen.

Doch was ihnen wirklich Kraft gibt, ist ihre enge Freundschaft und der gemeinsame Wille, Derry von diesem uralten Schrecken zu befreien. Stück für Stück erkennen sie, dass sie nur zusammen Mut und Widerstandskraft finden können, um dem Grauen Einhalt zu gebieten.

Die Besetzung, der Regisseur und die wichtigsten Drehorte

Das Grauen von ES – Zusammenfassung und Einordnung

Das Grauen von ES – Zusammenfassung und Einordnung

Andrés Muschietti übernahm die Regie beim Kinofilm „ES“ (2017) und schuf so eine atmosphärisch dichte Adaption des berühmten Stephen King Romans. Besonders hervorzuheben ist hierbei Bill Skarsgård, der als Pennywise mit seiner verstörenden Präsenz und bedrohlichen Körpersprache einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Die Kinderdarsteller Jaeden Lieberher (Bill Denbrough), Sophia Lillis (Beverly Marsh) sowie Jeremy Ray Taylor (Ben Hanscom), Finn Wolfhard (Richie Tozier) und Jack Dylan Grazer (Eddie Kaspbrak) interpretieren ihre Rollen mit authentischer Vielschichtigkeit und verleihen dem „Klub der Verlierer“ emotionale Tiefe.

Für das gelungene Zusammenspiel sorgte auch Kameramann Chung-hoon Chung, der die beklemmende Atmosphäre von Derry gekonnt einfängt. Die musikalische Untermalung durch Benjamin Wallfisch unterstreicht subtil die ständige Bedrohung durch das Böse.

Gedreht wurde an mehreren Orten in Maine und Ontario, Kanada. Einen besonderen Wiedererkennungswert bietet dabei Port Hope, das als Kulisse für Derry dient. Weitere Aufnahmen entstanden in Toronto, was die Authentizität der fiktiven Kleinstadt unterstützte. Insgesamt gibt die Auswahl der Drehorte dem Film nicht nur ein glaubhaftes Setting, sondern auch die trostlose Grundstimmung, für die „ES“ bekannt ist.

Charakter Darsteller Besonderheit im Film
Bill Denbrough Jaeden Lieberher Verliert seinen Bruder Georgie und wird Anführer des „Klubs der Verlierer“
Beverly Marsh Sophia Lillis Starke weibliche Figur mit traumatisierter Familiengeschichte
Pennywise Bill Skarsgård Verkörperung des Bösen, die sich als Clown manifestiert

So entwickelt sich die Geschichte im Film ES

Die Handlung von „ES“ nimmt ihren Anfang mit dem tragischen Verschwinden von Georgie Denbrough. Dieses Ereignis ist der Auslöser für eine Kette von unheimlichen Geschehnissen, die die ganze Stadt Derry in Angst versetzen. Bill, Georgies älterer Bruder, kann sich nicht mit dem vermeintlichen Tod abfinden und wird zum triebenden Motor der Gruppe. Gemeinsam mit seinen Freunden entdeckt er nach und nach Beweise dafür, dass in Derry ein übernatürliches Wesen sein Unwesen treibt.

Im Verlauf des Films erfährt jeder aus dem Klub der Verlierer eine eigene, individuelle Konfrontation mit Pennywise. Der Clown versteht es, die geheimsten Ängste und Schwächen jedes Einzelnen auszunutzen. Die Kinder werden dabei aber nicht nur mit dem Monster konfrontiert, sondern auch mit realen Problemen wie Mobbing, Missbrauch oder familiärer Gewalt. Jede Figur muss lernen, sich diesen Herausforderungen zu stellen, um an Stärke zu gewinnen.

Der gemeinsame Zusammenhalt wächst, je mehr sie erkennen, dass sie das Böse nur als Einheit besiegen können. Die finale Auseinandersetzung führt in die dunklen Tiefen des Abwassersystems von Derry. Dort gelingt es ihnen schließlich, Pennywise zurückzudrängen – doch es bleibt die bittere Erkenntnis: Das Böse könnte jederzeit wiederkehren. Der Film endet daher nicht nur mit einer Niederlage des Monsters, sondern vor allem mit einem Schwur der Freundschaft und Wachsamkeit gegenüber künftigen Bedrohungen.

Der Schwur der Freunde gegen Pennywise

Nach dem entscheidenden Kampf gegen Pennywise begreifen die Freunde, dass das Böse zwar zunächst zurückgedrängt wurde, doch nicht für immer verschwunden ist. In dem Bewusstsein, wie tiefgreifend und gefährlich diese Bedrohung wirklich ist, versammeln sie sich an einem Sommertag, um einen feierlichen Schwur abzulegen. Sie versprechen einander, im Falle einer Rückkehr von Pennywise wieder zusammenzukommen und Derry erneut zu beschützen – unabhängig davon, wo sie später einmal leben oder wie ihr weiteres Leben verläuft.

Dieses Versprechen ist mehr als nur eine spontane Geste. Es symbolisiert ihre tiefe Verbundenheit und den Mut, auch in Zukunft gemeinsam gegen Angst und Ungewissheit einzustehen. Jeder von ihnen schneidet sich leicht in die Handfläche und verschränkt die Hände mit denen der anderen. So wird ihre Entschlossenheit buchstäblich mit Blut besiegelt.

Für Bill, Beverly, Ben und die anderen bricht nach diesem Sommerabschnitt zwar ein neuer Lebensabschnitt an, aber das Wissen um das geteilte Erlebnis und ihren Schwur prägt sie weit über die Kindheit hinaus. Der Moment des Schwurs bleibt ein kraftvolles Zeichen dafür, dass wahrer Zusammenhalt selbst das tiefste Grauen überwinden kann.

Fazit: Bewertung und Kritik zu ES

Fazit: Bewertung und Kritik zu ES - Das Grauen von ES – Zusammenfassung und Einordnung

Fazit: Bewertung und Kritik zu ES – Das Grauen von ES – Zusammenfassung und Einordnung

„ES“ überzeugt durch eine außergewöhnlich dichte Atmosphäre und die gelungene Verflechtung von psychologischem Horror mit Coming-of-Age-Elementen. Besonders eindrucksvoll sind die kindlichen Protagonisten dargestellt, deren Verletzlichkeit wie auch ihr Mut den Zuschauer emotional berühren. Die Darstellung des Pennywise durch Bill Skarsgård hebt sich deutlich von früheren Adaptionen ab: Mit seiner bedrohlich-faszinierenden Mimik sorgt er für anhaltende Beklemmung.

Der Film punktet nicht nur durch seine Schockeffekte, sondern vor allem durch die geschickt aufgebaute Spannung und die glaubwürdige Dynamik im „Klub der Verlierer“. Die damit verbundenen Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und das Überwinden persönlicher Ängste werden einfühlsam herausgearbeitet. Dadurch fühlt sich der Horror nahbar und nachvollziehbar an – du kannst dich leicht in die Kinder hineinversetzen.

Kritisch betrachtet verlässt sich „ES“ stellenweise auf gängige Genre-Klischees und bietet wenig innovative Überraschungen im Bezug auf die zugrunde liegenden Gruselmotive. Dennoch überzeugen sowohl Kameraarbeit als auch Sounddesign; beide verleihen Derry eine unheilvolle Lebendigkeit. Insgesamt ist der Film eine würdige Adaption des King-Romans, die sowohl Fans als auch Neueinsteiger begeistert.

FAQs

Gibt es Unterschiede zwischen dem Film „ES“ von 2017 und dem Roman von Stephen King?
Ja, der Film weicht in einigen Punkten vom Roman ab. Während der Roman zwischen den Zeitebenen Kindheit und Erwachsenenalter hin und her springt, konzentriert sich der Film von 2017 ausschließlich auf die Kindheitsphase. Außerdem wurden bestimmte Szenen und Charakterzüge angepasst oder ausgelassen, um die Handlung zu straffen und für das moderne Publikum zugänglicher zu machen.
Wie lange dauerte der Dreh zum Film „ES“ und gab es besondere Herausforderungen?
Der Dreh zu „ES“ dauerte rund drei Monate und fand überwiegend im Sommer statt. Zu den Herausforderungen zählte das Arbeiten mit Kinderdarstellern, die gesetzlichen Einschränkungen unterlagen. Auch das Timing vieler Spezialeffekte und die Erzeugung der besonderen Stimmung für die Horrorsequenzen stellten das Team vor Schwierigkeiten.
Wie wurde die Figur Pennywise für den Film gestaltet und gibt es Inspirationen für das Make-up?
Das Make-up von Pennywise orientiert sich an klassischen viktorianischen Clowns und wurde mit modernen Horrormotiven bereichert. Der Maskenbildner Tom Woodruff Jr. entwickelte zusammen mit Bill Skarsgård einen einzigartigen Look, bei dem besonders Wert auf unnatürliche Proportionen und die leicht verdrehte, unheimliche Mimik gelegt wurde.
Wird im Film erklärt, was Pennywise eigentlich ist?
Im ersten Teil wird Pennywise vor allem als uraltes, übernatürliches Wesen dargestellt, das sich von der Angst und dem Fleisch seiner Opfer ernährt. Die genauere Herkunft bleibt im ersten Film mysteriös. Im Buch und im zweiten Teil geht die Hintergrundgeschichte noch tiefer auf den außerirdischen Ursprung von „ES“ ein.
Kann man einige der Drehorte von „ES“ in Port Hope, Kanada, besuchen?
Ja, viele der Drehorte sind in Port Hope öffentlich zugänglich und werden von Fans gern besucht. Die Innenstadt und die berühmte Kanalbrücke können besichtigt werden, und manche Geschäfte halten kleine Erinnerungen an die Dreharbeiten bereit. Besondere Führungen gibt es allerdings meist nur zu besonderen Anlässen oder Filmjubiläen.
Gab es am Set von „ES“ paranormale oder unheimliche Erlebnisse?
Einige Schauspieler und Crewmitglieder berichteten von seltsamen Geräuschen und einer beklemmenden Atmosphäre an bestimmten Drehorten, insbesondere in alten, verlassenen Häusern. Ob diese Eindrücke tatsächlich paranormal waren, lässt sich natürlich nicht belegen, aber sie trugen sicherlich zur Stimmung am Set bei.
Wie wurde die Szene mit Georgie im Abwasserkanal technisch umgesetzt?
Die Szene wurde zum Teil in einem speziell für den Film gebauten Set und mit Hilfe von computergenerierten Effekten umgesetzt. Besonders das Gespräch zwischen Pennywise und Georgie erforderte mehrere Takes, da Bill Skarsgård den kleinen Schauspieler möglichst wenig erschrecken sollte, um echte Reaktionen einzufangen.
Hat Bill Skarsgård für seine Rolle als Pennywise besonderen Schauspielunterricht genommen?
Bill Skarsgård hat sich intensiv auf die Rolle vorbereitet. Neben körperlichem Training übte er vor dem Spiegel verschiedene Grimassen und Stimmvariationen. Er arbeitete auch mit einem Stimmcoach zusammen, um Pennywise’ verzerrte Stimme zu entwickeln, und ließ sich von klassischen Horrorfiguren inspirieren.
Wie wirkt sich die Altersfreigabe auf die Darstellung der Horrorszenen aus?
Die Altersfreigabe ab 16 Jahren in Deutschland führte dazu, dass einige besonders explizite Szenen abgemildert wurden. Dennoch enthält der Film intensive und beängstigende Momente, die gezielt auf psychologischen Terror statt auf blutige Effekte setzen, um ein breiteres Publikum zu erreichen.
Gibt es Hinweise auf eine Fortsetzung oder andere Verfilmungen des Stoffs?
Schon kurz nach dem Erfolg von „ES“ (2017) wurde ein zweiter Teil angekündigt, der 2019 erschien und die Geschichte der Charaktere als Erwachsene erzählt. Zudem gibt es immer wieder Gerüchte über zukünftige Spin-offs oder Serienadaptionen, die sich mit der Vorgeschichte von Derry oder Pennywise selbst befassen könnten.