Achtung K.O.-Tropfen

In den Medien wird seit Jahren immer wieder vor KO-Tropfen gewarnt. Die Zahl der verübten Verbrechen ist dadurch nicht weniger geworden. Im Gegenteil. Obwohl es keine gesicherte Statistik gibt, sprechen die Behörden von einem Anstieg der Verbrechen mit Hilfe der Droge. Besonders betroffen sind junge Frauen und Mädchen, die sich in der Kneipen- und Partyszene aufhalten. Die Täter mixen unbemerkt KO-Tropfen in das Getränk und machen ihre Opfer wehrlos und vergewaltigen sie. Die Wirkung von KO-Tropfen setzt nach ungefähr 15 bis 30 Minuten ein. Zunächst fühlen sich die Opfer benommen, später wird ihnen schwindelig und sie können sich kaum noch auf den Beinen halten. Dann ist meist ein vermeintlicher Helfer zur Stelle. Schließlich werden die Frauen ohnmächtig.

Später kann sich das Opfer an nichts erinnern. Viele haben nach der Tat ein merkwürdiges Gefühl und trauen sich nicht, nur aus diesem Grund zur Polizei zu gehen. Dabei kann der Einsatz von KO-Tropfen durch eine toxikologische Untersuchung nachgewiesen werden. Aber nur, wenn ein begründeter Verdacht besteht und möglichst schnell eine Blutuntersuchung veranlasst wird. Denn nur so kann man stichhaltiges Beweismaterial für Strafprozesse erhalten. Am besten ist es immer noch den Täter auf frischer Tat zu erwischen. Ein Diskothekenbesitzer hatte im letzten Monat die Privatdetektei Unna eingeschaltet weil sich die Übergriffe an jungen Frauen im Umfeld seiner Diskothek gehäuft hatten. Immer wieder waren Frauen in einem Park in der Nähe nach dem Discobesuch vergewaltigt worden. Alle konnten sich an einen Tathergang nicht erinnern. Ein Detektiv befragte die Jugendlichen nach ihren männlichen Begleitpersonen an den jeweiligen Abenden. Schnell konnte ein Phantombild angefertigt und ein junger Mann als möglicher Täter identifiziert werden. Die Detektei engagierte eine Schauspielerin als „Lockvogel“. Diese hatte sich zuvor über die Auswirkungen der KO-Tropfen informiert und spielte ihre Rolle so gut, dass der Mann bei einer versuchten Vergewaltigung überführt werden konnte. Den 26-jährigen Familienvater erwartet nun eine hohe Haftstrafe.